Eine neue Kollegin startet in Ihrer Abteilung. Sie erklären ihr, wie die Prozesse laufen, und geben ihr die QMS-Dokumentation zum Lesen. Ein paar Tage später kommt sie zurück: „Was du mir erklärt hast und was da steht, passt nicht zusammen. Was gilt denn jetzt?“

Diese Frage haben wir beim TRANSCONNECT Business Integration Day ins Publikum gestellt. Nur zwei Hände gingen hoch, als es darum ging, ob im Alltag exakt nach QMS gearbeitet wird. Die Mehrheit arbeitet so, wie es sich in der Praxis eingespielt hat. Bei stark digitalisierten Unternehmen gibt oft die Automatisierung den Takt vor

Das Problem: Soll ≠ Ist ≠ Automatisierung

Jeder Geschäftsprozess existiert in der Regel dreimal:

  • als dokumentierter Prozess im QMS,

  • als gelebter Prozess der Mitarbeitenden und

  • als automatisierter Prozess in der IT.

Diese drei Versionen stimmen fast nie überein. Das spürt man bei Audits, beim Onboarding und bei jeder IT-Umstellung als Integrations-, Migrations- und Digitalisierungsschmerz.

Die Ursache liegt schon in der Werkzeuglandschaft: Prozessmodellierung findet in Tools wie Signavio oder PICTURE statt, Integration und Automatisierung in ganz anderen Systemen. Dazwischen wird von Hand übersetzt, meist von verschiedenen Abteilungen. Am Ende hat ein Unternehmen drei Geschichten über seine Prozesse und kein verlässliches Gesamtbild.

Unser Weg: der KI-Roundtrip

Der KI-Roundtrip verbindet Dokumentation, Praxis und Automatisierung zu einem durchgängigen Kreislauf. Man steigt dort ein, wo es am meisten schmerzt: beim nie formalisierten gelebten Prozess, bei der veralteten Dokumentation, bei einer intransparenten Automatisierung oder bei einer erzwungenen IT-Umstellung. Die KI unterstützt jeden Übergang. Sie erfasst Prozesslogik auf Basis des BPMN-Standards, parametrisiert Modelle für die technische Ausführung und prüft laufend, ob Automatisierung und Modell noch zueinander passen. Weil sich Gesetze, Vorgaben und IT ständig ändern, läuft dieser Kreis dauerhaft weiter.

Kontrolle und Datensouveränität

Damit niemand den Überblick verliert, bleibt der Mensch in der Verantwortung. Alles, was die KI erzeugt, ist einsehbar, bearbeitbar und wird geprüft und freigegeben, bevor es in ein System gelangt. Außerdem sind Modellierung und Ausführung getrennt: Modelliert werden kann in der Cloud, ausgeführt wird dort, wo Sie es entscheiden, auf Wunsch on-premise. Die KI sieht dabei nur Metadaten und Statusinformationen, keine Kunden- oder Verwaltungsdaten.

Ausblick

Mit TRANSCONNECT Flow führen wir Prozess-Discovery, Modellierung und Automatisierung in einem Werkzeug zusammen. Die Testphase läuft bereits, der Zugang ist über das TRANSCONNECT Portal möglich. Im kommenden Jahr starten wir den Rollout und suchen Leuchtturmkunden, die den Weg gemeinsam mit uns gehen.

Für die vollständigen Inhalte zum Business Integration Day geht es auf unserer BID-Rückblicksseite weiter. Dort finden Sie ein kurzes Video mit Jan Falkenberg sowie die kompletten Vortragsfolien zum Nachlesen.

Jan Falkenberg
Post by Jan Falkenberg
06 November 2026
Als Mitgründer von Wandelbots hat Jan Falkenberg das Unternehmen von einer kleinen Gruppe von fünf auf ein dynamisches Team von 200 Mitarbeitern ausgebaut. In seiner Rolle als CTO initiierte er erfolgreich Kooperationen, setzte strategische Richtungen, trieb technologische Innovationen voran und optimierte die Teamorganisation. Derzeit verantwortet Jan Falkenberg als Head of Product die Produktentwicklung bei TRANSCONNECT. Mit seiner umfassenden Erfahrung und Expertise entwickelt er dort weiterhin herausragende technologische Lösungen.