Liebe TRANSCONNECT Nutzer,

ein Jahr Produktentwicklung lässt sich schwer in einen Vortrag pressen – auf dem Business Integration Day 2026 haben wir es trotzdem versucht. In diesem Beitrag fassen wir den Rückblick für alle zusammen, die nicht vor Ort sein konnten, und gehen Baustein für Baustein durch die TRANSCONNECT Plattform: von TRANSCONNECT.local über das Connector SDK und TRANSCONNECT.cloud bis zum neuen TRANSCONNECT Portal.

Vorab das Jahr in Zahlen: 10 Releases von Version 4.4 bis zur 5.3.0, die pünktlich am Morgen des BID erschienen ist, 6 neue Konnektoren und 35 behobene Fehler. Für die vielen Meldungen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit dabei an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank.

TRANSCONNECT.local 5: vier Releases, vier Schwerpunkte

Im ersten Quartal 2026 haben wir TRANSCONNECT.local 5.0 veröffentlicht und, wie auf dem letzten BID angekündigt, das Connector SDK als Open Source freigegeben. Seitdem pflegen wir zwei Linien parallel: Version 4 als LTS mit allen sicherheitsrelevanten Fixes und Fehlerbehebungen, Version 5 mit neuen Funktionen.

5.0 war ein Release für Administratoren. Das Logging ist deutlich feiner einstellbar: Sie entscheiden, welche Informationen wohin geschrieben werden. Dazu kommen eine neue Kommandozeile, ein aufgeräumtes und weiter gehärtetes Docker-Image sowie der angekündigte Abschied von veralteten Authentifizierungsverfahren.

5.1 bringt das automatisierte Deployment von Test nach Produktion. Bisher hieß ein Go-live: Repository exportieren, importieren und die Adapter von Hand auf die Produktivsysteme umstellen. Das war aufwändig und fehleranfällig. Gemeinsam mit den Anforderungen der SachsenEnergie haben wir den Ablauf neu gedacht:

  • Sie entwickeln und testen Prozesse wie gewohnt in Ihrer Testumgebung.

  • Ein versionierter Repository-Export läuft automatisiert.

  • Eine separate Produktivkonfiguration enthält die Adapterwerte der Zielsysteme und wird zusammen mit dem Repository importiert.

Prozess und Adapterkonfiguration sind damit sauber getrennt, und der Weg von der Abnahme in die Produktion lässt sich vollständig automatisieren. Möglich macht das auch die erweiterte REST-API: Projekte und Repositories lassen sich per Endpunkt einspielen und auch löschen. Das Löschen läuft asynchron, sodass Queues erst abgearbeitet werden und keine Nachrichten verloren gehen.

Mit TRANSCONNECT 5.2 bauten wir ein zukunftssicheres Fundament und ein neues Preismodell. Den Manager haben wir auf ein aktuelles Build-System umgestellt, denn das bisherige wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Im Idealfall merken Sie davon nichts – es sichert aber Sicherheits-Patches und Weiterentwicklung für die kommenden Jahre. Außerdem gibt es TRANSCONNECT.local jetzt auch zur Miete, in den Stufen Starter und Enterprise. Für bestehende Lizenzen ändert sich nichts. Wer neu einsteigt, erhält mit Starter einen günstigen Einstieg und wechselt bei Bedarf ohne Migration in eine höhere Stufe.

Der Exchange Online Connector in TRANSCONNECT 5.3 nutzt die Microsoft Graph API. Microsoft schaltet die bisherige Schnittstelle für Exchange Online schrittweise ab. Der neue MS Exchange Online Connector setzt deshalb auf die Graph API, bietet aber die gewohnten Interaktionen. Wer ein selbst gehostetes Exchange mit EWS betreibt, muss nichts umstellen.

TRANSCONNECT.local 4: stabil im LTS-Betrieb

TRANSCONNECT.local 4: stabil im LTS-Betrieb
Version 4 ist seit dem Release der 5.0 im Wartungsmodus und erhält weiterhin regelmäßig Sicherheits-Patches und Fehlerbehebungen. In diesem Jahr vor allem im EDIFACT-, E-Mail-, HTTP- und LDAP-Adapter. Einige Neuerungen der 5er-Linie sind auch hier eingeflossen: Der Manager läuft ebenfalls auf dem neuen Build-System, und die enthaltenen Konnektoren halten wir in beiden Linien aktuell.

Sicherheit: schneller reagieren, transparenter liefern

Kaum ein Thema hat uns 2026 so beschäftigt wie die Sicherheit. KI-gestützte Analysen haben eine Welle neu entdeckter Schwachstellen in Open-Source-Bibliotheken ausgelöst, auch in Komponenten, auf denen TRANSCONNECT aufbaut. Wir prüfen mehrfach täglich, ob neue Lücken gemeldet und bestätigt wurden, und haben in diesem Jahr 48 betroffene Bibliotheken gepatcht und ausgeliefert.

  • SBOM für Ihre Lieferkette: Seit diesem Jahr stellen wir eine Software Bill of Materials bereit. Sie listet jede Abhängigkeit mit Version und Lizenz in einem Standardformat, das gängige Tools verarbeiten. So prüfen Sie unabhängig von uns, ob eine eingesetzte Version neu betroffen ist.

  • Gehärtetes Basis-Image: Als nächsten Schritt stellen wir das Docker-Image auf einen besonders gehärteten Container aus der Secure-Government-Container-Initiative des Bundes um, der laufend die neuesten Sicherheits-Patches enthält.

Neue Konnektoren

  • SharePoint Online: komplett neu aufgesetzt, auf Basis der Microsoft Graph API.

  • MS Exchange Online: der neue Graph-basierte Konnektor aus Release 5.3.

  • EWS: für den Zugriff auf selbst betriebene Exchange-Systeme.

  • OPC UA: ein neuer Adapter, jetzt für alle verfügbar.

  • MCP Client: Das Model Context Protocol nutzen KI-Systeme, um mit anderer Software zu interagieren – etwa Jira, Confluence, MS Teams, Notion oder Slack. Über den MCP-Client-Connector erreicht TRANSCONNECT dieselben Quellen wie Ihre KI-Systeme. Der Connector ist Open Source in unserem GitHub-Repository und dient zugleich als Referenz für Ihre eigenen Konnektoren.

Connector SDK: eigene Schnittstellen mit minimalem Code

Seit Anfang 2026 ist das Connector SDK öffentlich, und die Resonanz freut uns sehr: Partner erweitern damit die Konnektivität von TRANSCONNECT und binden Spezialschnittstellen an, oft mit wenig eigenem Code. Dafür sorgen:

  • Referenzimplementierung: Der MCP-Client-Connector zeigt, wie ein vollständiger Konnektor aufgebaut ist.

  • Extensions als Bausteine: Fertige Module für wiederkehrende Aufgaben wie Proxy-Unterstützung oder OAuth-Authentifizierung binden Sie einfach ein.

  • Integrationstests: Seit Spätsommer gibt es eine Bibliothek, mit der Sie Konnektoren testen. Sie definieren nur Eingangsnachricht, erwartete Ausgangsnachricht und Konfiguration.

  • Öffentliche Dokumentation: inklusive Schritt-für-Schritt-Tutorial. Sie ist so aufgebaut, dass nicht nur Entwickler, sondern auch KI-Systeme damit neue Konnektoren erstellen können.

TRANSCONNECT.cloud: gehostet in Deutschland

Cloud-Kunden arbeiten ohnehin immer mit der aktuellen Version. Das Highlight des Jahres liegt deshalb im Betrieb: Seit Juli 2026 läuft TRANSCONNECT.cloud vollständig in einem deutschen Rechenzentrum von Cloud & Heat, ohne Verbindung zu US-Dienstleistern. Cloud & Heat ist nach ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziert und betreibt sein Rechenzentrum mit klarem Fokus auf Energieeffizienz. Für Sie bleiben Plattform und Integrationen unverändert.

Das TRANSCONNECT Portal: ein Zugang für alles

Ende August ist das TRANSCONNECT Portal online gegangen. Es bündelt alle Dienste an einem Ort, erreichbar über ein zentrales Konto mit Single Sign-on. Sie finden dort:

  • Downloads ab Version 5.1, filterbar nach Betriebssystem (ältere Versionen weiterhin in der Community)

  • den Hub für Docker-Images

  • die Dokumentation der letzten Version (die Connector-SDK-Dokumentation auch ohne Login)

  • die Community, den Support und eine Statusseite zu Ausfällen und Störungen

  • den Zugang zu TRANSCONNECT.flow zum Ausprobieren

Zum Portal gelangen Sie über Kundenlogin auf https://transconnect.io. Wichtig: Sie benötigen ein neues Benutzerkonto, das wir entsprechend Ihrer gekauften oder gemieteten Dienste freischalten. Ankündigungen veröffentlichen wir künftig hier im Blog und per Newsletter statt in der Community. Hinweise für Installation und Update finden Ihre Administratoren in der Dokumentation.

Sie setzen noch Version 4 oder älter ein?

Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Umstieg. Bei Fragen zu Update, Lizenzmodell oder Ihrem neuen Konto steht Ihnen unser Team aus Support und Professional Services gern zur Verfügung.

Für die vollständigen Inhalte zum Vortrag geht es auf unserer BID-Rückblicksseite weiter. Dort finden Sie ein kurzes Video mit Peter Herklotz sowie die kompletten Vortragsfolien zum Nachlesen.

Peter Herklotz
Post by Peter Herklotz
09 Oktober 2026
Peter Herklotz ist Senior Softwarearchitekt für TRANSCONNECT bei der SQL Projekt AG. Er verfügt über umfassende Erfahrung in Softwarearchitektur, Java, agiler Entwicklung und modernen Web-Technologien. Zuvor war er unter anderem Senior Software Engineer und Head of Backend beim DeepTech-Start-up Wandelbots.