Integrationsplattformen spielen eine zentrale Rolle in der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Sie verbinden ERP-Systeme, DMS, Fachverfahren, Cloud-Anwendungen und IoT-Systeme miteinander – oft im Hintergrund, aber mit enormer Wirkung. Um sicherzustellen, dass diese Integrationen zuverlässig, effizient und skalierbar laufen, braucht es messbare Erfolgsgrößen: sogenannte Key Performance Indicators (KPIs).
Diese Kennzahlen helfen IT-Abteilungen, Betriebsverantwortlichen und Fachbereichen dabei, den Zustand, die Leistung und die Qualität der Integration zu bewerten – und gezielt zu optimieren.
Warum sind KPIs für Integration wichtig?
- Transparenz: Was läuft gut? Wo gibt es Engpässe oder Fehler?
- Steuerung: Entscheidungen lassen sich datenbasiert treffen – nicht aus dem Bauch heraus
- Optimierung: Engpässe und Ineffizienzen werden sichtbar und lassen sich gezielt verbessern
- Compliance: Nachvollziehbare Auswertungen sind Grundlage für Audits und Zertifizierungen (z. B. DSGVO, KRITIS)
- Wirtschaftlichkeit: Aufwand, Nutzen und Skalierungspotenziale von Integrationen werden messbar
Relevante KPIs für Integrationsplattformen
1. Erfolgsquote von Transaktionen
- Anteil der fehlerfrei verarbeiteten Datenpakete (z. B. XRechnungen, Smart-Meter-Daten)
- Differenzierung nach System, Format (JSON, XML, CSV), Prozess oder Uhrzeit
- Ggf. unterteilt nach REST, SOAP, MQTT, FTP
2. Durchlaufzeit pro Prozess
- Zeit vom Eingang der Daten bis zur erfolgreichen Übergabe an das Zielsystem
- Hilfreich zur Optimierung von Prozessketten und Mappings
- Darstellung im Dashboard nach Zeitraum, System oder Prozess
3. Fehlerrate & Fehlerarten
- Anzahl und Typen von Fehlern pro Zeiteinheit
- Z. B. Mapping-Fehler, Timeout, Authentifizierungsfehler (z. B. Token, OAuth2), Schemafehler
- Wichtig für Rollback-Strategien und CI/CD-Auswertungen
4. Systemverfügbarkeit
- Uptime der Konnektoren, Schnittstellen oder Protokolle (z. B. LDAP, REST, FTP)
- Visualisierung per Dashboard – ideal für SLAs (Service Level Agreements)
- Kombination mit Alerting und Audit-Trail
5. Datenvolumen & Last
- Anzahl und Größe der verarbeiteten Nachrichten, Dateien oder API-Aufrufe
- Relevanz für Skalierbarkeit, Lizenzmodelle und Monitoring
- Unterstützung bei Cloud-/On-Premise-Entscheidungen
6. Rückstau und Wiederholungen
- Anzahl nicht verarbeiteter oder zurückgestellter Transaktionen
- Erkennbar z. B. bei Queue- oder MQTT-basierten Prozessen
- Unterstützt Fehlerbehandlung und Message-Replay-Konzepte
7. Nutzeraktivität & Self-Service-Nutzung
- Anzahl selbst erstellter oder bearbeiteter Flows durch Fachbereiche
- Nutzung von Low-Code-Tools, Konnektoren oder Dashboards
- Indikator für Akzeptanz und Reifegrad in der Organisation
Fazit
KPIs schaffen Klarheit über den Zustand Ihrer Integrationslandschaft. Sie machen Qualität messbar, Risiken sichtbar und Potenziale nutzbar. So lassen sich Integrationen nicht nur technisch betreiben – sondern strategisch steuern.
Sie möchten wissen, welche KPIs für Ihre Integrationen sinnvoll und umsetzbar sind?
Lassen Sie uns gemeinsam definieren, wie Ihre Systemlandschaft gezielt messbar gemacht werden kann – mit Monitoring, Dashboards und operativen Kennzahlen.
Tags:
Mapping, Dashboard, Monitoring, REST, JSON, XML, Datenintegration, Systemintegration, Konnektor, Prozesskette, Audit-Trail, MQTT, Fehlerbehandlung, Self-Service, KPI16 August 2026