Die Einführung und der Betrieb einer Integrationsplattform sind mit Kosten verbunden – keine Frage.
Aber welchen
konkreten geschäftlichen Nutzen bringt sie wirklich?
Um diese Frage fundiert zu beantworten, braucht es eine strukturierte Betrachtung des
Return on Investment (ROI). Denn Integration ist kein Selbstzweck – sie soll Prozesse vereinfachen, Kosten senken und Wachstum ermöglichen.

 

Was ist der ROI einer Integrationsplattform?

Der Return on Investment (ROI) beschreibt das Verhältnis zwischen dem gewonnenen Nutzen und den getätigten Investitionen in eine Lösung. Bei Integrationen umfasst der Nutzen sowohl direkt messbare Effekte (z. B. Zeitersparnis, Fehlerreduktion) als auch indirekte Vorteile wie höhere Kundenzufriedenheit oder verbesserte Datenqualität.

Formel:

ROI = (Monetärer Nutzen – Investition) / Investition × 100 %

 

Welche messbaren Nutzenfaktoren gibt es?

1. Automatisierung manueller Prozesse 

Beispiel: Eine automatisierte Schnittstelle spart pro Woche 12 Stunden manuelle Eingabe – hochgerechnet auf Jahreskosten ergibt sich ein messbarer Effekt.

2. Reduktion von Fehlern 

Systemübergreifendes Mapping vermeidet Dubletten, Fehlbuchungen oder Medienbrüche. Weniger Korrekturen sparen Zeit und erhöhen die Datenqualität.

3. Schnellerer Datenaustausch 

Echtzeitkommunikation durch APIs oder pub/sub-Modelle beschleunigt Prozesse – etwa in Logistik, Service oder Auftragsabwicklung.

4. Bessere Skalierbarkeit 

Statt jede neue Anbindung individuell zu entwickeln, lassen sich mit Low Code oder vorkonfigurierten Templates neue Systeme effizient integrieren.

5. Kostenreduktion in IT-Betrieb und Entwicklung 

Monitoring, Fehlerbehandlung und Testaufwand sinken durch Standardisierung und Wiederverwendbarkeit – vor allem bei wachsendem Integrationsumfang.

 

Wie lässt sich die Investitionsseite berücksichtigen?

  • Einmalige Projektkosten (Einführung, Migration)
  • Lizenz- oder Betriebsgebühren (je nach Anbieter und Nutzungsmodell)
  • Interner Aufwand für Betrieb, Support und Change Management
  • Wartung, Schulung und Governance

 

Wie kann man eine ROI-Berechnung durchführen?

 Schritt

 Inhalt

 1. Ist-Zustand erfassen

 Aufwände, Fehlerquoten, Systemanzahl, Prozessdauer

 2. Zielbild definieren

 Welche Verbesserungen werden durch Integration erwartet?

 3. Nutzen monetarisieren

 Zeitersparnis, Prozesskosten, Supportaufwand etc.

 4. Investition gegenüberstellen

 Einführung, Betrieb, internes Personal

 5. Ergebnis interpretieren

 Ab welchem Zeitraum rechnet sich die Plattform? Welche Faktoren beeinflussen den ROI maßgeblich?

 

Welche Herausforderungen gibt es?

  • Indirekte Effekte schwer quantifizierbar
  • ROI zeigt sich oft erst mittel- bis langfristig
  • Unterschiedliche Perspektiven von IT und Fachbereich
  • Kein statischer Wert – hängt von Nutzung, Pflege und Weiterentwicklung ab

 

Fazit

Der ROI einer Integrationsplattform lässt sich messen – aber nicht allein in Einsparungen. Entscheidend sind auch Wachstumsfähigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Zukunftssicherheit. Wer die richtigen Kennzahlen definiert und diszipliniert verfolgt, schafft Transparenz für strategische Entscheidungen – und sichert den langfristigen Wertbeitrag der Integration im Unternehmen.

 

Wie effizient arbeitet Ihre IT wirklich – und welchen konkreten Nutzen bringen Ihre Integrationen?
Lassen Sie uns gemeinsam evaluieren, wie Integrationserfolg messbar gemacht werden kann – faktenbasiert, wirtschaftlich und auf Ihr Geschäftsmodell zugeschnitten.