Polling ist ein klassisches Verfahren in der Systemintegration, um regelmäßig zu prüfen, ob sich in einem Quellsystem etwas verändert hat. Dabei fragt ein System aktiv in bestimmten Intervallen nach neuen Daten oder Änderungen – zum Beispiel alle fünf Minuten, stündlich oder nach einem individuell definierten Zeitplan.
Gerade in Unternehmen mit ERP-,DMS-, SAP- oder OT-Systemen, die keine Push-Technologie unterstützen (z. B. Webhooks), ist polling-basierte Integration nach wie vor gängig – auch wenn moderne Alternativen zunehmend zur Verfügung stehen.
Polling (von engl. „to poll“ = abfragen) bezeichnet das wiederholte Abfragen eines Zielsystems durch einen Client oder Integrationsdienst, um festzustellen, ob neue Informationen bereitstehen. Typischerweise erfolgt dies über:
Sobald ein neues oder geändertes Objekt erkannt wird, wird es weiterverarbeitet – z. B. in ein DMS übertragen, für ein Dashboard aufbereitet oder über einen Workflow angestoßen.
Polling benötigt keine komplexe Infrastruktur. Viele Systeme bieten die nötigen Endpunkte bereits an.
Wenn das Quellsystem nicht durchgängig verfügbar ist, sorgt Polling für Wiederholbarkeit – und holt Daten bei nächster Gelegenheit nach.
Anders als bei eventgetriebenen Verfahren (z. B.Webhooks) ist kein direkter Auslöser notwendig. Das pollingführende System steuert den Zeitpunkt selbst.
Durch konfigurierbare Intervalle lässt sich die Last auf Systeme minimieren und an Betriebszeiten anpassen.
In Kombination mit Datenmapping, Monitoring, Dashboards und Authentifizierungsmechanismen wie OAuth entsteht eine stabile und nachvollziehbare Integrationsstrecke.
Deshalb sollte polling-basiertes Vorgehen gut überwacht und dokumentiert sein – z. B. durch Monitoring-Tools, Fehlerprotokolle oder Fallback-Strategien.
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Kriterium |
Polling geeignet? |
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Kein Webhook/Push verfügbar |
Ja |
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Daten ändern sich selten |
Ja |
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Daten müssen in Echtzeit vorliegen |
Besser eventbasiert |
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API unterstützt Änderungsverfolgung |
Ja |
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Hohe Abfragefrequenz nötig |
Belastend für Systeme. |
In vielen Organisationen ist Polling ein notwendiger Kompromiss, insbesondere bei Altsystemen oder in der Übergangsphase zu moderneren Integrationsmethoden wie Event-basierten Architekturen oder Pub/Sub-Modellen.
Polling-basierte Integration ist kein Auslaufmodell – sondern eine praktikable Lösung für viele reale Szenarien. Sie bietet Kontrolle, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit – besonders dort, wo Echtzeit keine zwingende Anforderung ist oder Systeme keine anderen Integrationsmöglichkeiten bieten.
Wie dynamisch fließen Ihre Daten – oder müssen sie erst geholt werden?
Lassen Sie uns gemeinsam analysieren, wo polling-basierte Verfahren in Ihrer Architektur sinnvoll sind – und wie Sie sie optimieren oder durch smartere Alternativen ergänzen können.