Eine Low-Code-Integrationsplattform ist eine technische Lösung, mit der sich Systeme, Daten und Prozesse visuell und modellbasiert miteinander verbinden lassen – ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse. Sie richtet sich an IT-Abteilungen, aber auch an Fachbereiche, die eigenständig Schnittstellen, Workflows oder Automatisierungen umsetzen möchten. Ziel ist es, Integrationsprojekte zu beschleunigen, IT-Ressourcen zu entlasten und digitale Prozesse flexibler zu gestalten.

Was bedeutet „Low Code“ im Integrationskontext?

Der Begriff Low Code beschreibt eine Entwicklungsumgebung, in der Funktionen und Abläufe über grafische Editoren, Formularfelder oder Drag-and-Drop-Elemente konfiguriert werden. Programmcode kann ergänzt werden, ist aber nicht zwingend erforderlich. In Bezug auf Integration heißt das: 

  • Schnittstellen (z. B. REST, SOAP, MQTT) per Konfiguration anbinden 
  • Datenformate (z. B. JSON, XML, CSV) transformieren 
  • Prozesse modellieren – z. B. zwischen ERP-System, DMS und Fachverfahren 
  • Fehlerbehandlung, Monitoring und Logging aktivieren, ohne eigenes Coding 

Vorteile einer Low-Code-Integrationsplattform

  • Schnelle Umsetzung durch visuelle Modellierung 
  • Entlastung der IT-Abteilung bei Standardaufgaben 
  • Einbindung von Fachbereichen in die Prozessgestaltung 
  • Wiederverwendbare Komponenten wie Konnektoren und Mappings 
  • Bessere Qualität und Wartbarkeit durch standardisierte Abläufe 
  • Hohe Flexibilität, auch bei sich ändernden Anforderungen 

Typische Einsatzbereiche

  • Datenabgleich zwischen ERP-System, CRM, DMS und E-Akte 
  • Formularanbindung an Fachverfahren oder Verwaltungsportale 
  • Automatisierte Verarbeitung von Smart-Meter-Daten, Rechnungen oder Buchungen 
  • Synchronisation von Cloud-Services (z. B. SaaS, PaaS) mit On-Premise-Systemen 
  • Eventgesteuerte Integration – z. B. bei Bestellungseingängen oder Maschinenereignissen 

Technische Funktionen im Überblick

  • Konnektoren für REST, SOAP, FTP, MQTT, LDAP u. v. m. 
  • Mapping-Editor für strukturierte Datenformate wie JSON, XML, CSV 
  • Dashboard & Monitoring für Prozessüberwachung 
  • Rollen- und Berechtigungssystem für Governance und Compliance 
  • Unterstützung für Sicherheitsstandards wie OAuth, OpenID, TLS 
  • Optional: Erweiterbarkeit durch benutzerdefinierten Code 

Für wen ist Low Code besonders geeignet?

  • KMUs mit begrenzten IT-Kapazitäten 
  • Öffentliche Verwaltungen, die OZG- und XÖV-Vorgaben umsetzen 
  • Industriebetriebe, die OT-Systeme mit IT-Lösungen verbinden möchten 
  • Digitalisierungsprojekte, die schnell erste Ergebnisse liefern müssen

Fazit

Eine Low-Code-Integrationsplattform senkt die Einstiegshürden für technische Integration deutlich. Sie ermöglicht schnelle, nachvollziehbare und skalierbare Lösungen – auch ohne Vollzeitentwickler:innen. Damit wird Integration zum Werkzeug für Innovation und Effizienz. 

 

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Post by Marketing
08 Juni 2026