Eventgesteuerte Integration (englisch: event-driven integration) ist ein moderner Ansatz der Systemintegration, bei dem Anwendungen und Dienste auf Ereignisse (Events) reagieren – also auf das, was gerade passiert. Statt regelmäßig Daten abzufragen oder manuelle Prozesse anzustoßen, wird ein definierter Vorgang automatisch ausgelöst, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt.
Beispiel: Wird eine XRechnung im DMS eingespielt, stößt das System automatisch die Weiterleitung an das ERP-System und die Verbuchung im Finanzwesen an – ohne menschliches Zutun.
Bei diesem Ansatz senden Systeme sogenannte Events, wenn sich ein Zustand ändert (z. B. „neue Bestellung eingegangen“, „Temperaturgrenzwert überschritten“). Diese Events werden von anderen Komponenten empfangen und verarbeiten automatisch die Folgeaktionen – ganz ohne Abfragezyklen.
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H3: Kriterium |
Klassisch (Synchron) |
Eventgesteuert (Asynchron) |
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Datenfluss |
Abfrage / Pull |
Ereignisgesteuert / Push |
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Architektur |
Eng gekoppelt |
Locker gekoppelt (entkoppelt) |
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Reaktionszeit |
Verzögert |
In Echtzeit |
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Ressourcenverbrauch |
Höher (Polling) |
Effizienter |
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Flexibilität |
Eingeschränkt |
Hoch |
Eventgesteuerte Integration ist ein entscheidender Baustein moderner IT-Architekturen. Sie ermöglicht reaktionsschnelle, automatisierte Prozesse und unterstützt Unternehmen dabei, den Anforderungen an digitale Echtzeitfähigkeit, Effizienz und Skalierbarkeit gerecht zu werden – besonders in komplexen Systemlandschaften mit hohem Datenaufkommen.
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